Landsiedel NLP Training
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Was ist Coaching?

Eine genauere Definition von "Coaching" oder "Coach" wurde durch die zunehmende Verbreitung der Begriffe in den letzten Jahren notwendig gemacht - was nicht unproblematisch ist, denn auf die Frage "Was ist Coaching?", wird jeder Coach wohl eine andere Antwort geben.
Also was ist Coaching?
Grundlegender Aspekt des Coachings ist, dass es interaktiv und personenzentriert ist. Das Coaching findet zwischen einem Coach und einem Klienten, dem Coachee, statt, dabei arbeiten diese beiden intensiv zusammen. Anstatt Lösungswege und Antworten direkt vorzugeben, begleitet der Coach den Coachee bei seinem Lösungsfindungsprozess - eine Eigenschaft, die den Coach vom Berater abhebt, dessen ganz konkrete Aufgabe es ist, Ratschläge zu erteilen, Optionen zu benennen und Lösungen aufzuzeigen. Der Coach dagegen hält sich mit inhaltlichen Aussagen eher zurück und richtet sich stattdessen nach den individuellen Bedürfnissen des Coachees aus. Zu diesem Zweck sollten Coach und Coachee sich vorher ausführlich in einem Auftragsklärungsgespräch über dessen Ziele austauschen und wie man diese erreichen kann. Was Coaching ist, ist in dieser Situation weniger Training als vielmehr Moderation, statt Inhalte vorzugeben werden Vorschläge für das weitere Vorgehen gemacht, und dabei der Rahmen und die Ziele des Coachings im Auge behalten.

Was ist Coaching ansonsten, was gehört noch dazu?
Freiwilligkeit. Das Coaching findet auf der Grundlage statt, dass der Klient sich aus eigenem Antrieb heraus an den Coach wendet und sich auf dessen Lehr- und Leitmethoden einlässt. Um die dazu erforderliche vertrauensvolle Beziehung zwischen Coach und Coachee herzustellen, ist es unerlässlich, zu Beginn der Kooperation einen umfassenden Rapport aufzubauen - darum wird auch zu Beginn einer NLP-Ausbildung entsprechend viel Zeit darauf verwandt, einem Aspiranten die theoretischen und praktischen Grundlagen dieser Fähigkeit zu vermitteln. Ein professioneller Coach hat diese Fähigkeit umfassend gemeistert und sollte dazu fähig sein, einen wirklichen Rapport zum Coachee aufzubauen und empathisch mit diesem mitzufühlen, aber gleichzeitig auch in der Lage sein, falls nötig eine professionelle Distanz aufzubauen bzw. zu bewahren, sobald der Übertritt in zu private Bereiche drohen.
Umgekehrt kann der Coach allerdings auch mit der Unfreiwilligkeit des Gesprächspartners konfrontiert werden - zum Beispiel dann, wenn ein Coaching von einer Unternehmensführung angeordnet wird, der Coachee den Beratungsbedarf aber nicht bei sich verortet oder dem Coach in dessen Funktion als "Erfüllungsgehilfe" seines Vorgesetzten misstraut. In diesem Fall ist es für den Rapport unerlässlich, die Bedenken des Schützlings zu zerstreuen und ihm Diskretion garantieren zu können.

Ein Meta-Ziel des Coaching neben der Lösung des aktuellen Problems bzw. der Erreichung des Coachingzieles ist es die Selbstreflexionsfähigkeit und Selbstwahrnehmung des Klienten zu fördern. Dieser lernt seine eigenen blinden Flecken besser zu erkennen und anders damit umzugehen - zu erreichen ist dies allerdings nicht durch das Geben von vorgefassten Antworten sondern durch das Stellen der richtigen Fragen: erst wenn man den Coachee dazu anregt, selber nachzudenken, kommt dieser auch auf die Idee, die zu ihm passt.

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