
Das NLP-Coaching-Strukturmodell ist ein hervorragendes Muster für den Ablauf eines Coachings: In fünf aufeinander
aufbauenden Schritten beschreibt es, wie ein klassisches Coaching im NLP abläuft.
Der erste Schritt nach dem NLP-Coaching-Strukturmodell ist die Herstellung eines Rapports zum Coachee, um ein Klima gegenseitiger Wertschätzung
und eine positive Beziehung zueinander herzustellen. Um auf den Coachee in der Lage einzugehen, in der er sich zu Beginn des Coachingprozesses
befindet, ist genaues Kalibrieren von eminenter Wichtigkeit. Die Beobachtung und Adaption seiner Körpersprache durch den Coach hilft dabei, einen
Rapport und das Gefühl der Vertrautheit beim Coachee auzubauen: Dafür gibt es im NLP verschiedene explizite Methoden, wie beispielsweise das
Spiegeln oder das Abstimmen von Meta-Programmen etc.
Bei aller Technik sollte dabei aber nicht vergessen werden, dass Rapport auch von der Haltung als Coach der Welt gegenüber abhängt: es hat durchaus
eine Wirkung auf den Erfolg des Coachings, ob man den Coachee mit seinen Bedürfnissen nur als zahlenden Klienten betrachtet oder ob man das Vertrauensverhältnis,
das man als Coach mit ihm hat, auch durch entsprechende Coachingerfolge würdigen möchte.
Der nächste Schritt im NLP-Coaching-Strukturmodell behandelt die Auftragsklärung, welches Ziel der Coachee erreichen bzw. welches Problem er lösen möchte. Diese
Fragetechniken aus dem NLP-Meta-Modell bringen hier Klarheit ins Coaching; unter Umständen ist bereits dieser Schritt für einen Coachee schon ausreichend, weil er
sein Ziel mit neugewonnener Klarheit nun auch alleine erreichen kann. In dieser Phase bieten sich dem Coach zur Verwendung wohlgeformte Zielkriterien wie z.B.
Pabsbragör oder SMART an.
Die eigentliche Intervention erfolgt im dritten Schritt des NLP-Coaching-Strukturmodells und wird vom Coach mit einem der zahlreichen NLP-Formate durchgeführt
(beispielsweise Anker verschmelzen, 6-Step-Reframing, Swish oder TimeLine-ReImprint). In fast allen NLP-Formaten geht es um die Aktivierung von Ressourcen und
deren Zuführung zum Problemkontext, um den Coachee in die Lage zu bringen, seine Problemsituation zu meistern.
Mittels eines Öko-Checks wird das neue Verhalten kritisch auf seine Nachhaltigkeit und Verträglichkeit mit der Umwelt des Coachees geprüft. Eventuell auftretende
Einwände und Widerstände müssen vom Coach angemessen berücksichtigt, Risiken eingeplant und die Kosten der Veränderung kalkuliert werden.
Im letzten Schritt des NLP-Coaching-Strukturmodells folgt sein Future-Pace, bei dem das Vorhaben und die Strategie, mit der es durchgeführt wird, terminiert werden:
der Coachee wird vom Coach auf einen realistischen Zeitplan verpflichtet, nach dem er die einzelnen Handlungsschritte ordnen und ausführen kann. Gleichzeitig vollzieht
er in Gedanken die Durchführung und stellt sicher, dass er in allen wichtigen Kontexten das neue Verhalten zur Verfügung hat.
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