Landsiedel NLP Training
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Fünf Wahrnehmungspositionen im Coaching

Elementar für die Tätigkeit als Coach ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbststeuerung, die es ihm ermöglichen, sich bestimmten Situationen im Coaching durch einen Wechsel der Perspektive anzupassen. Jede der fünf Wahrnehmungspositionen (nach Schmidt-Tanger) gewährt einen anderen Einblick in die Lage.

In der 1. Wahrnehmungsposition betrachtet der Coach die Situation, den Coachee und das Thema aus seiner eigenen Perspektive heraus; er nimmt die gesamte Konstellation wahr und erforscht seine eigenen Gedanken und Assoziationen dazu.

Mögliche Fragen in der 1. Wahrnehmungsposition:
"Wie fühle ich mich als Coach bei diesem Thema?"
"Welche Resonanz löst das Verhalten des Coachee bei mir aus?"
"Welche Glaubenssätze habe ich als Coach zu diesem Thema?"


In der 2. Wahrnehmungsposition nimmt der Coach die Position des Coachee ein. Der Coach muss sich hierzu in seinen Coachee hineinversetzen und sich auf dessen Wahrnehmung der Welt einlassen.

Mögliche Fragen in der 2. Wahrnehmungsposition:
"Wie geht es dem Coachee bei diesem Thema?"
"Wie würde ich an seiner Stelle empfinden?"
"Wie wirkt mein Verhalten auf den Coachee?"

Die 3. Wahrnehmungsposition ist die des neutralen Beobachters, die sowohl Coach wie auch Coachee von außen betrachtet. Aus dieser Position heraus nimmt der Coach Aspekte des Themas wahr, die sich seiner Wahrnehmung ansonsten entziehen könnten.

Mögliche Fragen in der 3. Wahrnehmungsposition:
"Was geschieht jetzt zwischen diesen Beteiligten?"
"Lassen sich Muster erkennen, die sich wiederholen?"
"Welche Metapher würde zu dieser Situation passen?"

In der 4. Wahrnehmungsposition (Meta-Position) betrachtet man sich selbst in seiner Rolle als Coach von einem gewissen Abstand her, der die Wahrnehmung über das unmittelbare Empfinden hinaus erweitert (die sogenannte reflexive Schleife).

Mögliche Fragen in der 4. Wahrnehmungsposition:
"Wie gehe ich als Coach in dieser Situation mit mir selbst um?"
"Welche Erwartungen habe ich an mich selbst in dieser Situation?"

Die 5. Wahrnehmungsposition (systemische Perspektive) stellt abschließend die Verbindung mit dem sozialen Umfeld des Coachee her, d.h. Konfliktpartnern und anderen Personen, die an der behandelten Situation beteiligt sind.

Mögliche Fragen in der 5. Wahrnehmungsposition:
"Wie sieht diese Person die Situation?"
"Welche Auswirkung hat das Verhalten des Coachee auf diese Person?"
"Welche Ziele verfolgt diese Person?"

Das Analysieren einer Situation aus verschiedenen Perspektiven kann entscheidende zusätzliche Informationen offenlegen und die Palette der Lösungsalternativen erweitern oder überhaupt erst zugänglich machen. Darüber hinaus beinhaltet es auch, dass man eine Vorstellung von seiner Mission und Vision hat.

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